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 Fast alle Deine Lieder waren für mich eine Offenbarung, nicht nur im Gonsbachtal auf der Waldeck. Kein Mensch hat sich für uns, Menschen zur falschen Zeit am falschen Ort interessiert und Du machst daraus mit „Väterchen Franz“ ein dokumentarisches Lied. Ja, sie haben mir bei meiner Befragung zur Kriegsdienstverweigerung damals wirklich gesagt „Sagen Sie verstehen sie das denn sie ham doch bloß die Volksschule besucht“. Du warst mit vielen deiner Lieder nicht nur Mahner sondern auch Prophet, denn „die guten alten Zeiten“ sind immer noch nicht vorbei. Die Wölfe kommen seit Jahren nicht nur im Mai, denn niemand holt die Sensen und Toni Schiavo, der wie mein Stiefvater auch Pasquale heißen könnte trägt seit Jahren den Namen Hassan Emirel oder Ali. Auch bei mir war schon mal Feierabend, allerdings nicht in einer Vorstadt sondern in einem kleinen Dorf, mitten im Pfälzer Wald und auch ich habe darauf gewartet, dass sie wieder im Chor- und Marschtakt lachen, denn so sind hier die Leute. Sie hassen unsere Lieder, unsere Feinde und das was sie Mikis Theodorakis und Victor Jara angetan haben ist nicht vergessen, deshalb vergeben wir ihnen nicht. Schade, ich hätte gerne mit Dir auf den Straßen in Athen getanzt, an unserem Tag der Freiheit in Athen und hätte so ganz unter Brüdern, ein Gläschen Ouzo, einen oder auch zwei Retsina trinkend als Anarchist über Deinen Weg zum Sozialismus diskutiert und Deine Begründung warum Du es vermieden hast Sacco und Vanzetti als Anarchisten zu bezeichnen. Du wirst nun doch nicht vorne auf der roten Lokomotive durch Mütterchen Rußland fahren und jetzt haben wir nicht einmal mehr die Gelegenheit am Tisch unter den Pflaumenbäumen einen guten Schnaps zu trinken.

Unsere alten Lieder
Grundtext von Fanz Josef Degenhard
4. Strophe Text B. Elsner
Melodie nach Swing Low, Sweet Cheriot

II: Wo sind eure Lieder, eure alten Lieder hin ? : II
Wo sind eure Lieder, eure alten Lieder hin ?
Fragen die aus anderen Ländern
wenn wir um Kamine sitzen
mattgetanzt und leergesprochen
und das high-life Spiel ausschwitzen

II: Ja, wo sind die Lieder, unsere alten Lieder hin? II
Nicht für’n Heller und ein Batzen
Mag Feinsliebchen barfuß ziehn
und kein schriller Schrei nach Norden
Will aus unsrer Kehle fliehn

II: Tot sind unsre Lieder, unsre alten Lieder nun II
Lehrer haben sie zerbissen,
Kurzbehoste sie verklampft,
braune Horden haben sie totgeschrieen,
Stiefel in den Dreck gestampft.

Doch wir singen in den Morgen,
singen Lieder ohne Sorgen
wir singen in den Morgen
Lieder ohne Sorgen.
 Im Frühtau in den Bergen
mit und ohne Sonnenschein,
denn ohne unsre alten Lieder
sind wir ohne Zukunft und allein.

Betreff:  Kommunalwahlen 2009



Selbstverständlich bin ich auch wieder bereit im Rat der Verbandsgemeinde Lambrecht und im Ortsgemeinderat Elmstein mitzuarbeiten. Obwohl ich mir ein besseres Wahlergebnis gewünscht habe: vielen Dank für das Vertrauen









Zur geplanten Verwaltungs- und Gebietsreform in Rheinland-Pfalz
Als Mitglied im Verbandsgemeinderat Lambrecht bin ich mit der Verwaltungsreform von 1972-73 nicht gerade glücklich. Viele unserer Ortsgemeinden sind schon seit Jahrhunderten geografisch und geschichtlich an die Stadt Neustadt gebunden und haben weniger Verbindung mit den Weindörfern des Landkreises Bad Dürkheim.

Als Mitglied des Gemeinderates in Elmstein bin ich mit der Forstreform sehr unzufrieden, weil wir dadurch zwei Forstämter verloren haben und nun auch noch die Samenklenge an einen anderen Ort gelegt werden soll. Dadurch wird die jahrhundertalte Verbindung des Ortes Elmstein mit der Forstgeschichte aufgelöst und die Infrastruktur unseres Dorfe noch weiter geschwächt. Wenn ich also das Wort Reform höre bin ich äußerst hellhörig was den Menschen dieser Region noch bevorsteht.

Wie in unserer (beigefügten) Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan schon formuliert warnen wir vor einer weiteren Verschärfung des Stadt-Land-Gegensatzes und der Überbetonung der Metropolregion.

Unter diesem Hintergrund zwei uns wichtig erscheinende, dringend zu reformierende Punkte:

Verwaltungseinheit:
viele Ortsgemeinden der 1973 gebildeten Verbandsgemeinde Lambrecht gehören schon seit Hunderten von Jahren zum (früheren Oberamt) Neustadt.
Durch die damalige Verwaltungsreform wurde die VG Lambrecht in den Landkreis Bad Dürkheim eingegliedert.
Viele Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich als aufgezwungenes Anhängsel dieses Wein- und Tourismuskreises.
Innerhalb der VG Lambrecht wiederum empfinden sich die Dörfer und Ansiedelungen der Gemeinde Elmstein als Anhängsel innerhalb der VG.

Bei einer Verwaltungsreform wäre unserer Ansicht nach zu überdenken eine neue Verwaltungseinheit aus den Wald-Gemeinden im zentralen Pfälzer Wald zu bilden, welche durchaus über das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzer Wald eine gemeinsame Grundlage und eine gemeinsame Zukunft entwickeln könnten.

 Kindertagesstätte
Unsere Kindergarten-Kinder müssen z.T. 11 km mit einem Bus zu einem Kindergarten verbracht werden (Ortsteil Schwarzbach nach Elmstein), andere Kinder müssen zuerst einmal 2 km zur Buslinie gebracht werden (Ortsteil Erlenbach nach Speyerbrunn, und dann 9 km weiter nach Elmstein zu fahren).

Hauptschule:
Hauptschulkinder müssen nochmals 16 km weiter befördert werden (in die Regionalschule Lambrecht).
Sollte bei den bestehenden Strukturen lediglich eine Ganztagsschule angeboten werden, so sind unsere Hauptschulkinder solange von zu Hause weg, wie ein Erwerbstätiger.

Weiterführende Schulen:
Wobei zu berücksichtigen ist, dass die von unseren Kindern besuchten Gymnasien nicht im Landkreis Bad Dürkheim liegen, sondern sich in der kreisfreien Stadt Neustadt befinden, welche in aller Öffentlichkeit erklärt, dass Kinder der Stadt Neustadt bei der Vergabe von Plätzen an weiterführenden Schulen bevorzugt werden sollen.
Dies erscheint uns sozial stark bedenklich und bedarf dringend einer Änderung.

Wenn das Land die ländlichen Räume in ihrem Bestand unterstützen will, müssen wieder kleine Einheiten statt Zentralen geschaffen werden (Beispiel klassenübergreifende Zwergschulen in Ba.-Wü und Niedersachsen, die sogenannte Gemeinschaftsschule auf der Insel Fehmarn, nach norwegischem Vorbild).
Dies erscheint uns sozial, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller.




   
 








Heute, Mittwoch, den 20. Juni tagt um 14 Uhr
der Zulassungsausschuss in der Kassenärztlichen Vereinigung Neustadt Maximiliansstrasse

Aus Protest gegen die drohende ( oder schon geplante?) Schließung
von zwei Arztpraxen in Elmstein und Weidenthal
wird den Mitgliedern dieses Ausschusses das untenstehende Lied vorgesungen

 Dieser Zulassungsausschuss ist, laut Sozialgesetzbuch V. verantwortlich
ür die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auch in unseren Dörfern.

Die Mitglieder dieses Ausschusses sind daher gesetzlich verpflichtet
bei einer drohenden ärztlichen Unterversorgung die geeigneten Maßnahmen zu treffen um die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern.

 In einem der reichsten Länder der Erde ist es ein Skandal, das zunehmend in den ländlichen Räumen eine Unterversorgung und in den Ballungsräumen eine Überversorgung erfolgt.

 Die Bevölkerung in den ländlichen Räumen wird dies nicht länger hinnehmen!

 Oli, oli, ola (La Lega)

Musik: italienische Volksweise zu einem Gewerkschaftslied aus Norditalien. Der Titel „La Lega“ bedeutet übersetzt: „Der Bund“. Die ersten Abeiter- und Bauernvereinigungen in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. in Italien nannten sich „Widerstandsbünde“. Dieses Lied wurde vor allem von den Reisfeldarbeiterinnen in der Poebene gesungen und entstand in der Zeit der größten Aktivitäten der Bauerngewerkschaften zwischen 1900 und 1914. So zeigt zum Beispiel Bertolucci in seinem  Film „1900“ den Widerstand der Bauersfrauen gegen die Soldaten. Text: Dieser Text stammt von B.Elsner aus Protest gegen die drohende Schließung von Arztpraxen in Elmstein und Weidenthal. 

 Refr.:Oli, oli, ola, ja die Praxen bleiben da, wir brauchen die Doktoren, sonst gibt’s was auf die Ohren, Oli, oli, ola, ja die Praxen bleiben da, wir brauchen die Doktorn sonst gibt’s was auf die Ohrn

 Da gibt es einen Ausschuss, der macht uns viel Verdruss,

will im Tal zwei Praxen schließen, das tut uns sehr verdrießen.

Das lassen wir uns nicht gefallen, und das sagen wir auch allen,

die Praxen blei’m besteh’n, das woll’n wir doch mal sehn, 

 Refr.:Oli, oli, ola, ja die Praxen bleiben da, wir brauchen die Doktoren, sonst gibt’s was auf die Ohren, Oli, oli, ola, ja die Praxen bleiben da, wir brauchen die Doktornsonst gibt’s was auf die Ohrn
V.i.S.d.P. Bernd Elsner Elmstein

Wird auch unser Tal zum Notstandsgebiet ?

Nachdem die Hauptschule Elmstein geschlossen wurde, sich die Post aus dem Tal zurückgezogen hat, Banken schließen, die Lebensmittelversorgung fraglich ist, wird sich nun auch die medizinische Versorgung wesentlich verschlechtern.

Wer in der Sporthalle in Weidenthal war, hat sicher den Eindruck erhalten, dass kein großes Interesse besteht, die ärztliche Versorgung in unseren Dörfern sicherzustellen. Diese gesetzliche Aufgabe hat die halbstaatliche „Kassenärztliche Vereinigung“ mit Sitz in Neustadt. Obwohl ihr Zulassungsausschuss dies verhindern könnte, besteht ganz offensichtlich kein Interesse im Sinne der Menschen hier im Tal diese Entwicklung zur medizinischen Unterversorgung zu stoppen.

Wollen wir eine Zustandsbeschreibung der Situation versuchen so müssen wir sagen Viele Lügen, viel Unwissenheit und im Ganzen ein großer Skandal.

Denn im Jahr 2004 nahm die Zahl der Ärzte in Deutschland um 1  % auf 304.000 zu. Allerdings sank in Ostdeutschland die Zahl der Ärztinnen und Ärzte um 1,3 Prozent. 17% der insgesamt niedergelassenen Ärzte sind auch schon  über 60 Jahre alt und fallen bald aus der fach- und hausärztlichen Versorgung, weil sie mit Erreichung des 68 Lebensjahres aufhören müssen.. Jedoch sprach im Februar 2004 die deutsche Bundesärztekammer von einem Ärztemangel, der vor allem die neuen Bundesländer und dort ländliche Regionen beträfe. Versorgungslücken im ambulanten Sektor gäbe es bereits in den alten Bundesländern, etwa in Nordbayern, Süd-Württemberg, Nordbaden, Niedersachsen, der Eifel und dem äußersten Nordwesten der Republik. Hingegen gibt es ein Überangebot an Ärzten in attraktiven Großstädten.Im Mai 2005 stellte die Ministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung Ulla Schmidt, anlässlich des 108. Deutschen Ärztetages in Berlin fest, dass sie „der Ärztemangel in einigen ländlichen Regionen, vor allem in Ostdeutschland“ beschäftige. Das staatliche Gerede und die viel gedruckte Propaganda auf Hochglanzpapier von der Aufwertung unserer heimatlichen Dörfer wird durch diese Wirklichkeit und die immer weiter fortschreitende Zerstörung der Infrastruktur des ländlichen Raumes als wohldurchdachte Lüge enttarnt.

Wer hat ein Interesse und wer verdient daran? Mittelmäßige Führungseliten verteilen die reichlich vorhandenen finanziellen Mittel in den Ballungsräumen weil nur dort die Prozente der Wählerstimmen zu holen sind. Habgierige Manager und kühl kalkulierende Unternehmer investieren in den sogenannten Mittelzentren weil nur dort die großen Käuferschichten sind.

Bei uns: Schließung von Praxen, Apotheke, Gaststätten, Läden und immer weniger Arbeitsplätze         Aus dem Elmsteiner Informationsblatt der Unabhängigen   s' Blädd'l Nr. 2 / 07

Wer kennt schon Erlenbach, Schwabenbach oder Röderthal ?

Fahren Sie mal hin, denn schon bald haben sie die Möglichkeit nicht mehr. Vor über einem halben Jahr hat ein Unwetter die einzige Verbindungsstrasse nach Röderthal unterspült und durch einen Erdrutsch ist diese nur schwer zu passieren. Da es sich um eine Kreisstrasse handelt ist die Bauabteilung des Landkreises Bad Dürkheim gefordert. Doch diese hat dafür keine Zeit! Wir finden dieseAusrede skandalös und fordern sofortige Abhilfe, da dieser Gemeindeteil sonst völlig abgeschnitten ist.             Aus dem Elmsteiner Informationsblatt der Unabhängigen   s' Blädd'l Nr. 2 / 07

Die Verbandsgemeinde Lambrecht der Blindarm des Landkreises Bad Dürkheim ?
und die Gemeinde Elmstein das Anhängsel der VG Lambrecht ?








 
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